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Mind Mapping - Nutzen Sie Ihr Gehirn!
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Eigentlich haben Sie alles im Kopf, was Sie für Ihren persönlichen Erfolg brauchen. Aber wahrscheinlich haben Sie trotzdem Schwierigkeiten, Ihre Gedanken übersichtlich zu ordnen.
Bei der Entwicklung neuer Projekte gehen Ideen verloren, weil Sie sich in Details verzetteln. Es fällt Ihnen schwer, die wesentlichen Informationen eines Artikels oder Buchs so zusammenzufassen, dass Sie die wesentlichen Zusammenhänge erkennen.
Für diese Probleme bietet Ihnen Mind Mapping Lösungen an, die leicht zu erlernen sind und auch noch viel Spaß machen.
In dieser Artikelserie werden Ihnen Einsatzmöglichkeiten von Mind Maps in verschiedenen Bereichen vorgestellt:
- Meetings planen und Ergebnisse protokollieren
- Mind Mapping statt Brainstorming
- Entscheidungen treffen
- Sammeln von Informationen
- Präsentationen und Vorträge vorbereiten
- Projekte organisieren
- Inhalt von Büchern und Artikeln auf einer Seite darstellen
- Zeitmanagement mit Mind Mapping
- Wissensmanagement
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Wie lernen wir eigentlich?
Das Großhirn besteht aus zwei Hälften, die mit einem Nervenfaserbündel, dem Corpus callosum, miteinander verbunden sind.
Beide Gehirnhälften verfügen grundsätzlich über Fähigkeiten auf allen Gebieten, aber es hat sich gezeigt, dass jede Gehirnhälfte bei bestimmten Aktivitäten dominiert.
Nun setzen wir bei unseren Aufgaben, wie wir es in der Schule gelernt haben, hauptsächlich unsere linke Gehirnhälfte ein und lassen so die Hälfte unseres geistigen Potenzials brachliegen.
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Wie arbeitet das Gehirn?
Das Gehirn erfasst Informationen, indem es Assoziationen, Kombinationen und Verbindungen zu bereits vorhandenem Wissen herstellt. Jeder Mensch stellt diese Assoziationen und Verbindungen auf eine ganz einzigartige Weise her. Weil kein Mensch die gleichen Erfahrungen gemacht hat wie ein anderer.

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Wenn Sie z. B. Notizen oder Mitschriften machen, schreiben Sie (bis jetzt noch) Listen. Sie schreiben die einzelnen Punkte untereinander auf. Bei dieser hierarchischen Darstellung fällt es schwer, Ergänzungen einzufügen oder Verbindungen zwischen den einzelnen Punkten herzustellen.
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Fest - Ideen sammeln
| Motto |
? |
| Termin |
19.5. |
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ab 18.00 |
| Ort |
Hotel X |
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Mitarbeiter |
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Kunden |
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Presse |
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Ansprache |
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Zauberer |
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Band |
| Organisation |
Anmeldung |
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Empfang |
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Stehtische |
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Getränke Essen Musik |
Wenn Sie jetzt auch die Fähigkeiten der rechten Gehirnhälfte ins Spiel bringen, kommt es zu einem Synergie-Effekt. Die Mind Map einer Mitschrift geht von einem Zentralthema aus und lässt sich organisch erweitern. Farben, Bilder und Symbole stellen vielfältige Verbindungen und Assoziationen zu bereits vorhandenem Wissen her.
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Tipp
Wenn Sie kreativ arbeiten wollen, erleichtern Ihnen die folgenden Übungen die mentale Vorbereitung. Die Überkreuzbewegungen aktivieren beide Gehirnhälften.
- Marschieren Sie auf der Stelle, berühren Sie dabei abwechselnd mit jeder Hand das gegenüberliegende Knie. Diese Übung kann auch im Sitzen gemacht werden.
- Denken Sie sich ein großes X und fahren Sie die Linien des X im Geist nach.
- Strecken Sie den linken Arm nach vorne aus. Der Daumen zeigt nach oben. Zeichnen Sie langsam eine große liegende Acht in die Luft. Blicken Sie dabei auf den Daumen und halten Sie den Kopf gerade. Der Kopf soll nur leicht mit der Bewegung der Acht mitgehen.
Beginnen Sie die Acht in Augenhöhe in der Körpermitte. Fahren Sie zuerst aufwärts zur linken Seite, dann machen Sie einen Bogen zurück zur Mitte und weiter zur rechten Seite. Wiederholen Sie die Übung dreimal. Machen Sie anschließend drei Achten mit der rechten Hand und zum Abschluss noch drei mit gefalteten Händen.
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Die Mind Mapping Regeln
1. Benutzen Sie unliniertes Papier, das DIN A4 oder größer ist. Wählen Sie ein hochwertiges Papier, da macht das Zeichnen viel mehr Spaß.
2. Legen Sie das Blatt quer. Dadurch haben Sie mehr Platz für Worte und Bilder.
3. Beginnen Sie immer in der Mitte. Der Grundgedanke ist der Mittelpunkt und alle anderen Ideen und Assoziationen gruppieren sich um diesen Mittelpunkt.
4. In der Mitte steht das Zentralbild. Es sollte nicht größer als 5 Zentimeter und rahmenlos (ein freies Bild wird leichter erinnert) sein. Benutzen Sie mindestens drei Farben. Bilder lösen Assoziationen aus und prägen sich dadurch besser ein. Außerdem macht Zeichnen Spaß. Und Farben stimulieren die rechte Gehirnhälfte.
5. Notieren Sie als erstes die Hauptthemen. Dieses Wort wird in Blockschrift und Großbuchstaben auf den Hauptast geschrieben. Das lässt sich besser erinnern. Die Linien haben dieselbe Länge wie das Wort. Sind die Linien länger als das Wort, führt das zu Gedankenunterbrechungen. Das Gehirn tut sich leichter, wenn es keine Zwischenräume zu überbrücken hat. Die Linien sind organisch wie Baumäste. Organische Äste prägen sich dem Gedächtnis besser ein. Der Schwung unterstützt das Gehirn. Die Stärke der Linien symbolisiert die Wichtigkeit des Wortes.
6. Fügen Sie weitere Hauptthemen hinzu. Zeichnen Sie jeden Ast in einer anderen Farbe. So sind alle Hauptthemen klar zu erkennen. Es werden weitere Assoziationen ausgelöst. Durch die Verwendung von Farben wird dieser Prozess noch stärker unterstützt (Sie erinnern sich: Farben stimulieren die rechte Gehirnhälfte).
7. Erst jetzt beginnen Sie mit der zweiten Gedankenebene. Lassen Sie sich von den Bilden und Worten der ersten Gedankenebene inspirieren. Auch diese Worte sollten in Blockschrift geschrieben werden. Drehen Sie das Blatt während des Schreibens nicht hin und her. Sie können es dann später ohne Probleme lesen.
8. Fügen Sie nun eine dritte und vierte Gedankenebene hinzu. Benutzen Sie so oft wie möglich Bilder. Sie können die Bilder zusätzlich zu den Worten oder anstatt der Worte einsetzen. Heben Sie wichtige Begriffe durch Dreidimensionalität hervor. Die räumliche Darstellung lässt Dinge stärker hervortreten.
9. Unterstützen Sie Ihr Gedächtnis, indem Sie ganze Äste farbig umrahmen, mit einer Wolke oder anderen Formen. Stellen Sie Zusammenhänge zwischen Ästen und Zweigen her durch gleichartige Farben oder zeichnerische Ausgestaltungen. Setzen Sie persönliche Codes ein, um eine visuelle Verbindung zwischen den Informationen zu setzen. Benutzen Sie Pfeile, um Verbindungen deutlich zu machen.
10. Jede neue Mind Map wird etwas schöner werden als die Vorhergehende. Lassen Sie sich von anderen Mind Maps inspirieren. Übernehmen Sie Bilder und Symbole, die Ihnen besonders gut gefallen. Gestalten Sie mit Farben und lassen Sie Ihrer Phantasie und Ihrem Witz freien Lauf. Übertreiben Sie! Gerade daran werden Sie sich besonders gut erinnern können.
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Fragen
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Warum nur ein Wort pro Linie?
"Echte" Mind Maps erkennen Sie daran, dass tatsächlich auf jedem Ast nur ein Wort steht. Warum ist das so wichtig? Jedes einzelne Wort und Bild ruft viele Assoziationen hervor. Sie hindern sich im Gedankenfluss, wenn Sie gegen die Ein-Wort-Regel verstoßen. Sie haben mehr Ideen, wenn Sie einzelne Begriffe schreiben.
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| Also nicht so: |
sondern: |
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Ihnen fällt nichts (mehr) ein
Wenn der Gedankenfluss stockt, zeichnen Sie leere Äste. Ihr Gehirn stört sich an den freien Ästen und wird alles tun, sie zu füllen. Jedes Wort könnte der Mittelpunkt einer eigenen Mind Map sein. Sie wissen - es gibt unendlich viele Assoziationsmöglichkeiten.
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Sinnlose Einfälle
Zensieren Sie Ihre Gedanken nicht. Gerade die "sinnlosen" Einfälle erweisen sich häufig als die kreativsten Ideen. Denken Sie auch in scheinbar unmögliche Richtungen.
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Dasselbe Wort ist mehrmals vorhanden
Wenn es in Ihrer Mind Map vorkommt, dass ein Wort in mehreren Ästen auftaucht, dann haben Sie wahrscheinlich ein wichtiges neues Thema gefunden. Stellen Sie die Verbindungen zu den anderen Bereichen her. Sie stellen das Wort damit in verschiedene Zusammenhänge und entwickeln die Bedeutung weiter.
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Wann ist eine Mind Map fertig?
Eigentlich ist eine Mind Map nie fertig. Jedes Wort könnte der Mittelpunkt einer neuen Mind Map sein. Es geht also immer weiter...
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MindManager - die Software zum Mind Mappen
Der MindManger ist ein Tool zum Erstellen von Mind Maps. Es unterstützt Sie dabei, Ihre Gedanken optisch aufzubereiten. Aber es geht mit seinen Möglichkeiten über das Mind Mapping auf dem Papier hinaus.
Mind Maps können Sie auch in der Gruppe über das Internet bearbeiten. Dazu wird Ihnen die Funktion MindManager Konferenz zur Verfügung gestellt. In der Konferenz können mehrere Personen zeitgleich die Map sehen. Sie können gemeinsam daran arbeiten. Es ist auch möglich, während der Konferenz mit anderen Teilnehmern zu chatten. Beim Schließen der Konferenz werden die Map und die Chat-Protokolle abgespeichert.
Statt der immer wiederkehrenden PowerPoint Präsentation können Sie Ihren Kunden mit einer Mind Mapping Präsentation beeindrucken. Soll es aber eine PowerPoint Präsentation sein, so können Sie auch diese aus der Mind Map heraus erstellen.
Sie können die Struktur eines Webauftritts auf einer Seite darstellen und auf Knopfdruck die Seiten der Homepage generieren.
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Warum überhaupt noch von Hand zeichnen?
Immer, wenn Sie kreative Prozesse anstoßen wollen, sollten Sie Ihre Mind Maps von Hand zeichnen. Nur dadurch werden beide Gehirnhälften aktiviert und Sie kommen in den kreativen Fluss. Die Farben, die Sie benutzen, die Bilder, die Sie zeichnen - es werden Ideen freigesetzt, Verbindungen hergestellt und Assoziationen geschaffen, die so nicht möglich sind, wenn Sie direkt am Computer arbeiten.
Für die Präsentation Ihrer Gedanken können Sie dann die Mind Map mit dem MindManager umsetzen.
Mit etwas Übung werden Sie allerdings wiederkehrende Arbeiten direkt am Computer machen können: Meetings vorbereiten, Projekte planen usw. Bitte beachten Sie trotz Computer die Ein-Wort-Regel! Man lässt sich am PC leicht dazu verleiten, mehr auf die Äste zu schreiben.
Mind Map® und Mind Mapping® sind eingetragene Warenzeichen.
Auszug aus: Bodein, Angelika: Mind Mapping - Nutzen Sie Ihr Gehirn!
Erstveröffentlichung in: projektmagazin 7/2001 (http://www.projektmagazin.de)
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